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05/25 Himmelfahrt, frische Brötchen und ein Visionsbild

Himmelfahrt ist Vatertag.
Ich erinnere mich an einen dieser Tage, als meine Kinder noch kleiner waren. Sie wollten mir eine Freude machen – und ganz alleine Brötchen holen gehen.

Lesen konnten sie noch nicht. Also malte ich ihnen ein Bild: ein Brötchen, der Weg zum Bäcker, die Verkäuferin mit einem Lächeln. Es war vielleicht ihr erstes Visionsbild – ein kleines Bild für eine große Mission.

Heute denke ich gelegentlich an diesen Moment zurück.
Denn im Kern geht’s dabei um das, was uns alle bewegt: Sich die Brötchen zu verdienen. Als Mensch. Als Team. Als Organisation.

Was braucht es, um gemeinsam loszugehen – auch ohne fertige Anleitung?
Was hilft uns, Ziele zu erkennen, Umwege zu vermeiden, neue Wege zu entdecken?

Bildsprache. Sie schafft Orientierung. Sie verbindet.
Sie bringt Komplexes auf den Punkt – und macht Sinn sichtbar.

Ich unterstütze Teams, Organisationen und Unternehmen in unterschiedlichsten Formaten dabei, sich ihre Brötchen zu verdienen – klarer, gemeinsamer, wirksamer. Methodisch und mit Visualisierungen, die Prozesse begleiten und Perspektiven eröffnen. Denn: Wer sehen kann, wohin es gehen soll, geht leichter los.

 

04/25 Ich, die KI und das Stockholm-Syndrom

Ganz ehrlich? Wir sind doch alle zutiefst verunsichert und verwirrt. Emotional, wirtschaftlich, gesellschaftlich, organisatorisch usw. stehen wir als Menschen, unsere Gesellschaft und unsere Unternehmen unter massivem Druck. Die Werkzeuge, die uns das Leben erleichtern sollten, sind heute schlauer als wir selbst und beginnen bereits damit, uns zu bestimmen und zu kontrollieren. Wer jetzt auf Künstliche Intelligenz setzt, schaltet noch mal kurz den Ellenbogen-Turbo und dreht damit noch mal mehr am Rad. Oder?

Ich habe die Maschine befragt und war sehr überrascht:

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Ich: „Hallo ChatGPT, was kann ich besser als Du?“

ChatGPT: „Was für eine schöne Frage – und vor allem eine, bei der du klare Vorteile hast! Hier ein paar Dinge, die du besser kannst als ich:

1. Visuell denken und gestalten
Du arbeitest als Graphic Facilitator – das bedeutet: Du kannst in Echtzeit komplexe Inhalte zeichnen, strukturieren und visuell übersetzen, mit Empathie, Raumgefühl und Flow. Ich kann zwar Bilder generieren, aber nicht mit deiner Intuition, Live-Präsenz oder feinem Gespür für Gruppendynamik.

2. Zwischenmenschliche Verbindung schaffen
Du bringst Präsenz in den Raum. Du kannst Blicke, Körpersprache und Energie wahrnehmen – und auf sie reagieren. Das ist ein unschlagbarer Vorteil, wenn es darum geht, Vertrauen aufzubauen, Gruppen zu führen oder Räume für Transformation zu öffnen.

3. Kreativ entscheiden
Du triffst kreative Entscheidungen mit deinem Bauch, Herz und Erfahrung – ich kann zwar viele Optionen liefern, aber du wählst intuitiv das Richtige für den Moment. Und das macht oft den Unterschied zwischen „gut“ und „wow“.

4. Handwerk & Handschrift
Dein Stil, deine Handschrift, dein Strich – das kann ich nicht nachmachen. Deine Arbeit hat Persönlichkeit, Ecken, Kanten und Seele. Ich kann glatt und digital – du kannst lebendig, authentisch und echt.

5. Du bist Mensch
Mit allem, was dazugehört: Humor, Zweifel, Mut, Neugier, Widersprüche, Wärme – das macht dich unverwechselbar. Ich bin hier, um dich zu unterstützen – aber du bist der mit der Magie.“

Ich: „ChatGPT, ich liebe Dich!“

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

…und ein knuffiges Verpackungsdesign (Garniervorschlag) war auch noch für mich drin. Schnell noch den Vorteil sichern, bevor es alle haben. Zauberhaft.

 

03/25 Das Bild übernimmt das Wort

Als Graphic Recorder darf ich oft dort mitschreiben, wo andere zuhören. Ich höre zu, filtere, strukturiere – und dann wird’s visuell. In Echtzeit. Live. Unperfekt und genau deshalb kraftvoll.
Ob Strategie-Workshop, Paneldiskussion oder BarCamp – was gesprochen wird, bekommt durch Bilder eine weitere Dimension: Klarheit. Verbindung. Erinnerung.
Das funktioniert, weil wir visuell gesteuerte Wesen sind. Wir denken in Bildern, wir fühlen mit Farben – und wir erinnern uns besser, wenn wir es sehen.
Mein aktuelles Highlight: ein Ausschnitt vom Protokoll der „Altersarmutskonferenz“, Köln.

Du willst wissen, wie so ein Bildprotokoll aussieht? Oder was passiert, wenn Denken sichtbar wird? Schau gerne mal hier vorbei: www.illligens.biz
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02/25 Sicher oder geCLOUD?

Nachrüstung in der in der Informationstechnologie scheint geboten. Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie) poliert sein Image als Arbeitgeber auf. Die Datenpolizei hat zunehmend Arbeit und sucht laut einem aktuellen Artikel des Bonner General Anzeigers Kollegen.
Was in der Vergangenheit für unsere nun nicht mehr vorhandenen AKWs galt, betrifft vielleicht schon bald unsere Kühlschränke. Zu Recht. Denn es hat den Russen ja nicht zu interessieren, wie kalt ich mein Bier trinke.

Zur Gestaltung des Eingangsbereich der Zentrale des (BSI) in Bad Godesberg erhielten Pavo Ivković Ivkovic und ich in 2019 den Auftrag.
Ich mag das Motiv immer noch und hätte doch nie gedacht, dass Nullen und Einsen so nachhaltig sein können.

 

 

01/25 Kaufen Sie keine Kunst!

„Now I can take this picture, bring it to my team and can tell them what we have talked about.“ Dieser von mir oft zitierte Satz des Veranstaltungsteilnehmers einer internationalen IT Konferenz bringt auf den Punkt, worum es bei Graphic Recording wirklich geht: eine visuelle Zusammenfassung, die Inhalte verständlich, nachvollziehbar und nutzbar macht.

Ein gutes Graphic Recording ist keine schöne Zeichnung sondern ein zeichnerisch umgesetztes Verlaufsprotokoll. Es ist ein ernsthaftes Werkzeug. Ein Tool zur nachhaltigen Kommunikation. Dabei liegen die Vorteile klar auf der Hand:

• Erinnerungshilfe: Das Bild (unterschiedlich reproduzier- und nutzbar) ermöglicht es, sich auch lange Zeit später noch an Inhalte und Diskussionen zu erinnern.
• Teambasierte Weiterarbeit: Durch die Visualisierung kann das Besprochene mit anderen geteilt und weiterentwickelt werden.
• Vergleichsinstrument: „Schau doch mal auf das GR des Strategietreffens vom letzten Jahr. Wie weit sind wir gekommen?“
• Klarheit und Struktur: Die wichtigsten Punkte werden sichtbar gemacht und bleiben im Gedächtnis.
• Identifikation: „…Mensch, das ist ja UNSER Tag… hier, mein Beitrag… und alles Wichtige drin“

Oft gehen gute Ideen in langen Meetings verloren – Graphic Recording kann helfen, das zu verhindern. Dazu braucht es allerdings eine inhaltlich und visuell strukturierte Zusammenfassung, welche die Essenz einer Dialogveranstaltung festhält. Graphic Recording ist keine erklärungswürdige Kunst aus der assotiativen und selbstverliebten Filterbrille des Machers. Es ist ein seriöses, inhaltliches Werkzeug. Kerninhalte von Dialogen, Diskussionen und Ideen sollen so visualisiert sein, dass sie für Teilnehmer auch später noch verständlich und nutzbar sind. Schönheit ist dabei ein willkommener Nebenaspekt – ein grafisches Mittel, um das Bild gern zu betrachten.
Der wahre Wert liegt also im Zusammenspiel von inhaltlichen Klarheit und Attraktivität. Ob Sie es glauben oder nicht: Meine Leidenschaft war nie das Zeichnen. Es ist das „Exformieren“.
Ich arbeite leidenschaftlich, wenn der Nutzen meiner Arbeit für meine Kunden wenigstens ein Euro größer ist, als mein Honorar.

10/24 Trust the Process

Neulich erfuhr ich von einer Graphic Recorderin, die für ihre Arbeit vom Kunden vorab sämtliche relevanten Unterlagen einforderte, um auf dieser Basis dann live ein digitales Graphic Recoding erstellen zu können.

Kann das funktionieren? Ich sage NEIN.

Sicherlich benötigt es ein eingehendes Vorgespräch mit dem Kunden. Wichtige Informationen wie z.B. die Historie eines aktuellen Projektes müssen verstanden werden, um das „hier stehen wir“ einordnen zu können. Es gilt unter anderem relevante Bildanker und Metaphern zu erfragen u.v.m.. Aber das alles ist „präprozessual“ und fließt nur mittelbar ins Bildprotokoll ein.

„Horror Vacui“ – die Angst vor der leeren Fläche ist der schmerzhafte Beginn meiner Arbeit. So sehr ich mich nach Halt sehne, muss ich es aushalten können, NICHTS zu visualisieren, wenn NICHTS passiert und genau dann die Fläche zu nutzen, wenn es passiert und zwar mit DEM, WAS dann passiert. Der Prozess ist Inhalt und nichts als der Prozess.

Kunde: „Ich bin sehr gespannt, wie das Bild am Ende aussieht“ – Ich: „Ich auch…“

Als Graphic Recorder dokumentiere ich also Dialogprozesse; live in Farbe und zwar am besten so, daß es den besagten Dialogprozess möglichst spiegelt und damit intensiviert. Also sorge ich dafür, dass meine Arbeit zu jederzeit sichtbar ist. Ich arbeite daher auf großem Papier. Analog. Und ich weiß nie, was passiert. Ich fühle die Blicke vieler Menschen in meinem Nacken und es ist fast unerträglich das auszublenden, bevor ich den ersten Strich setze. Das kann mitunter und gefühlt sehr lange dauern. Bis zu dem Zeitpunkt, wo es nach üblichen, einleitenden Worten endlich relevant wird (anknüpfend an das o.g. Vorgespräch). Und dann beginne ich selbst im Prozess zu fließen, meine Notizen sind zunächst vorsichtig und abtastend, dann sammeln sich Inhalte, Kernaussagen und verwachsen im Idealfall um passende Bildmetaphern. Es entstehen grafische Verbindungen und Themeninseln. Der Dialogprozess fließt in den Zeichenprozess und wird eins.

Meine Verantwortung: frisch und in mental gutem Zustand zu sein. Meine Erfahrung: Ein guter Prozess lässt sich am Graphic Recoding erkennen. Ein schlechter leider auch (ist das Bild im Fluß oder zusammenhangslos und zerfahren?). Und hier muss ich am Ende des Tages sehr selbstkritisch sein. Ein schönes Bild kann dennoch ein schlechtes Graphic Recording sein. Daher sollte man sich auch keinesfalls von „netten“ Visuals im Netz blenden lassen. Schön gemalt ist noch lange nicht gut gemacht. Illustratoren können zeichnen – Prozessbegleiter haben Erfahrung mit Prozessen. Ein guter GR sollte beide Fähigkeiten miteinander verbinden können.

Now I can take this picture, bring it into my team and I can tell them, what we haved talked about“ So begeistert kommentierte es einmal ein Teilnehmer einer internationalen IT-Konferenz.

Ein treffenderes Kompliment habe ich selten erhalten.

09/24 Reich-Weite?

Nach jahrelanger Tätigkeit, hatte ich im Jahr 2007 sowohl der Werbung als auch dem Marketing den Rücken gekehrt. Ich setzte nun auf Überzeugung.
Da in der Branche gerade darüber diskutiert wird, habe ich mich mit beiden Begriffen noch einmal eingehender auseinander gesetzt.

Es gibt Unterschiede!

 

 

04/24 Die KI empfiehlt sich selbst nicht

In den vergangenen Monaten wurde ich öfter gefragt, ob Künstliche Intelligenz (KI) meine Arbeit als Graphic Recorder beeinflussen würde oder mich gar ersetzen könne. Das ist eine interessante Frage, die mir auch unter den Nägeln brannte – und so fragte ich die Künstliche Intelligenz. (Vorneweg, der letzte Abschnitt der Antwort zeigt mir, dass KI gar nicht so dumm ist).

Frage an ChatGPT

Welche Auswirkungen wird KI auf Graphic Recording haben?

Antwort von ChatGPT

Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, Graphic Recording auf verschiedene Arten zu beeinflussen:

1. Automatisierung von wiederkehrenden Aufgaben: KI-gestützte Tools können repetitive Aufgaben wie das Zeichnen bestimmter Formen oder das Hinzufügen von Text automatisieren, was Graphic Recordern mehr Zeit für kreative Aspekte ihrer Arbeit ermöglicht.

2. Erweiterte Möglichkeiten für Interaktivität: KI kann dazu beitragen, interaktive Elemente in Graphic Recordings zu integrieren.

3. Personalisierung von Inhalten: Durch die Analyse von Daten über Zielgruppen und individuelle Präferenzen kann KI dabei helfen, maßgeschneiderte Graphic Recordings zu erstellen.

4. Verbesserung der Genauigkeit: Durch den Einsatz von Algorithmen zur Bilderkennung und -verarbeitung können KI-Systeme die Genauigkeit von Graphic Recordings verbessern, indem sie etwa automatisch Formen erkennen.

Wichtig bleibt, dass der menschliche Aspekt des Graphic Recordings nicht vernachlässigt wird, indem Graphic Recorder komplexe Konzepte verstehen und in verständliche Bilder zu übersetzen. Die menschliche Komponente und Kreativität bleiben weiterhin von großer Bedeutung.

Ende der Antwort

Offenbar zweifelt die KI selbst an ihrer Fähigkeit, die Komplexität menschlichen Denkens und unternehmerischer Konzepte zu interpretieren. Sehr schlau von der KI. Das können (zum Glück) nur Menschen. Und an emotionalen und verständlichen Bildern scheitert die KI grandios. Schelmisch ausgedrückt: C.I. schlägt K.I.

Noch.

Der Simultanübersetzer ins Bild

Manchmal versuche ich Nichtvomfachseienden nahezubringen, was meine Arbeit als Graphic Recorder ist. Zuerst fallen Begriffe wie „Live-Visualisierer“, „Konferenzzeichner“ und so weiter. Meist sehe ich noch Unverständnis in den Gesichtern. Dann versuche ich es mit: „Ich bin eine Art Simultanübersetzer ins Bild“. Aus „Ähh“ wird „Ahh“. „Jetzt verstehe ich.“ (Auch wenn es der Gesprächspartner vorher nicht zugeben wollte). Das Gespräch kommt in Gang.

Oft ist das Erstaunen darüber groß, dass ich dem Kunden inhaltlich folgen kann, seine „Sprache“ verstehe, sprich seine Geschäftsprozesse, Strategien, Gedanken etc. Ganz ehrlich: In 20 Jahren ist es mir nur zweimal passiert, dass ich komplett passen musste. Das waren „unvergessliche“ Momente: Sich vor vielen Leuten in Sekundenschnelle in einen schwitzenden Fisch mit Glühbirne zu verwandeln, das bleibt hängen.

Aber das war zum Glück die absolute Ausnahme. Dialogen und Vorträgen inhaltlich folgen zu können, ist meine Profession – mit der Haltung eines Visual Facilitators. Ich visualisiere, was kommt. Denn wie ein Übersetzer schaffe ich nicht die Inhalte, sondern übersetze sie in eine Bildsprache. So genau wie möglich im Sinne des Absenders. (Auch wenn ich mir bewusst bin, dass es immer einen persönlichen Filter gibt.)

Dennoch: Ich unterscheide nicht zwischen Gesprächsinhalten, die mir gefallen oder nicht. Wie ein Simultanübersetzer bin ich hundertprozentig bei der Sache; nicht zensierend und nicht thematisch spezialisiert. Der Zyklus des Nacktmulls oder die Geldpolitik der Brix-Staaten haben den gleichen Stellenwert wie Nachhaltigkeit, Klimawandel oder ein treffender, emotionaler Einzelbeitrag.

Wie lautete noch der Satz eines Kollegen: „Ich habe hier ein Bild gemalt – passt das vielleicht zu Ihrem Prozess?“

Visualisierungen analog und digital einsetzen

Die analoge und digitale Welt wachsen zusammen und ergänzen sich im besten Fall, wie uns die Corona-Pandemie noch mal deutlich vor Augen führt. Das betrifft auch alle Arten von Visualisierung ob Strategiebild oder live Recording. In diesem und den nächsten Newslettern stelle ich Methoden vor, wie Sie Graphic Recordings strategisch einsetzen – online und offline. Gerne unterstütze ich Sie als Berater und Coach dabei. Gemeinsam entwickeln wir Strategien, um das Potenzial von Visualisierungen voll auszuschöpfen.Wie beginnt die Geschichte?Graphic Recordings sind von ihrer Grundidee her Strategiebilder. Ihre wesentliche Stärke liegt in der strategischen Wissensvermittlung und ihrem erzählerischen Charakter. Wir könnten auch von Storytelling und Mind Mapping sprechen. Um das zu erreichen, bedarf es der Vor- und Nachbereitung. Das kostet Zeit, lohnt sich aber. Fragen können sein:

  • Wie kann die Darstellung helfen, meine Kommunikationsziele zu erreichen?
  • In welchem Kontext wird die Visualisierung eingesetzt?
  • Wie gehen wir methodisch vor?
  • Kann ich die Strategie als Geschichte erzählen?
  • In welchem Rahmen wird das Bild erstmals verwendet, wie sieht die weitere Verwendung aus (Kanäle)?
  • Bleibt die Visualisierung analog, oder wird sie später digital?

Ziel ist es, die Visualisierung in möglichst vielen Kontexten zu publizieren. Die Strategie verankert sich stärker bei den Mitarbeitenden und erhöht den Return-of-Investment. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen vom Einsatz bei Meetings, der Verlinkung auf Website bis hin zum digitalen Geschichtenerzählen. Und davon handelt der nächste Newsletter. Seien Sie gespannt.

Die nachhaltige Kraft der Bilder

Für meine Kolleginnen, Kollegen und mich ist das Ende des Jahres die Zeit, in der vielleicht die meisten Live Visualisierungen (Graphic Recordings) entstehen. Dabei werden wir mindestens so gut zuhören, wie wir schnell und effektiv visualisieren. Denn es geht um Inhalte, die eine lange Wirkungsdauer haben können, wenn das Bild im Anschluss geschickt eingesetzt wird. Hier sind die 7 interessantesten Anwendungsfälle. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Berater oder Visual Facilitator.

1. Das Bildprotokoll

Wie oft und wie genau lesen Sie Protokolle von Veranstaltungen? Ein Graphic Recording (GR) ist das Protokoll im Bild. Im Gegensatz zum reinen Textprotokoll ist ein GR schneller erfasst und wird daher viel häufiger „gelesen“. Deshalb eignen sich die Zeichnungen hervorragend als Schnell-Übersicht für Teilnehmer, Kollegen und Externe.

 

 

 

2. Der Anker

Ein GR trägt zu Ihrer unternehmerischen „Erinnerungskultur“ bei. Als große Schautafel im Flur, in der Kantine, im Meeting- oder Konferenzraum dokumentiert es die Ergebnisse und erinnert an die Veranstaltung. So verankern sich die Themen nachhaltig in den Köpfen Ihrer Kollegen und Mitarbeiter.

 

 

 

3. Was bisher geschah

„Now I can take the picture and tell my team, what we´ve talked about…“ sagte mir einmal ein Veranstaltungsteilnehmer begeistert. Mein GR ist eine „summary“. Es bringt die Akteure schnell auf den aktuellen Stand und ist damit wertvolles Brainfood für die Übergabe ins Team.

 

 

 

4. Verlinkt

Mit Graphic Recordings bilden wir vielfältige Themen ab. Nutzen Sie das für Ihre Landingpage, indem Sie einzelne Bildausschnitte des digitalisierten GR verlinken: zur Unternehmensphilosophie, dem TED des Speakers, den Workshopergebnissen, den aktuellen Statistiken, Literaturhinweisen, meine Homepage 😉 und so weiter…

 

 

 

5. QR-Codes

Das Prinzip des Verlinkens können Sie auch auf der analogen Vorlage anwenden, die beispielsweise im Foyer oder der Kantine aushängt. Hierfür versehen Sie einzelne Bereiche der Live-Zeichnung mit QR-Codes. Diese führen dann auf die jeweilige Landingpage beziehungsweise Webseite.

 

 

 

 

6. Animier mich…! 

Wussten Sie, dass sich Graphic Recordings im Nachhinein animieren lassen? Sie können so sehr leicht kleine Erklärfilme für Ihre Website oder Ihren YouTube-Kanal erstellen lassen.

 

 

 

7. Catch me, if SM

Kommunizieren Sie Ihre Veranstaltung auf Ihrer Facebook-Seite und Ihrem Instagram- oder Twitter-Account. Ihre Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden werden sich freuen, denn die Livezeichnungen ideale Eye-Catcher.

 

 

 

Gratis-Graphic Recording – die Gewinnerin steht

Im April fragte ich Sie, in welchen Projekten Sie Graphic Recording in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Organisation einsetzen oder gerne einsetzen würden. Unter den vielen Rückmeldungen habe ich ein Gratis-Graphic-Recording verlost. Zwischenzeitlich steht die Gewinnerin fest… mehr darüber lesen Sie in meinem aktuellen Newsletter unter: https://mailchi.mp/670224a9ed66/gratis-graphic-recording-gewinnerin-steht. Mehr Infos über das Projekt lesen Sie hier.

Social Summit 2019 - Christoph Illigens visualisiert den Prozess

Kostenloses Graphic Recording gewinnen?

Zu schön um wahr zu sein? Nein. Schreiben Sie mir, wie Sie Visualisierung in ihren Projekten einsetzen bzw. künftig einsetzen möchten und Sie nehmen an meiner Verlosung teil. Weitere Informationen hierzu lesen Sie in meinem aktuellen Newsletter. Für meinen Newsletter anmelden können Sie sich hier.

Ein Graphic Recording auf einer Titelseite?

Das würde man zunächst nicht erwarten, oder? Wie das mit einem meiner Bildprotokolle erfolgreich umgesetzt wurde, sehen Sie auf Forum Zukunftsmedizin – mehr darüber erfahren Sie auch in meinem aktuellen Newsletter. Sie möchten diesen künftig regelmäßig lesen? Dann  melden Sie sich hier an.

Warum ist ein Graphic Recording kein Wimmelbild?

Mit dieser Frage beschäftigt sich mein aktueller Newsletter. Die Antwort(en) finden Sie hier: Newsletter #2 – Und hier können Sie sich für meinen Newsletter anmelden.

Aufbau strukturiertes Bildprotokoll Struktur
Live-Visualisierung macht den „roten Faden“ einer Veranstaltung sichtbar –
14. Deggendorfer Forum zur digitalen Datenanalyse 2018

Vom 26. bis 27. April 2018 fand zum bereits 14. Mal das Deggendorfer Forum zur digitalen Datenanalyse (https://www.dfdda.de/index.php/de/) statt, in diesem Jahr beschäftigten sich zahlreiche Referenten aus den unterschiedlichsten Bereichen mit Aspekten des Themas: „Die Welt ist komplex: Verstehen Computer sie besser?“

Graphic Recording Strukturiertes Bildprotokoll Live-Visualisierung

Als Live-Visualisierer war es meine Aufgabe, ein Graphic Recording insbesondere der inhaltlich ganz unterschiedlichen Vorträge zu erstellen. Das Ergebnis ist wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, wie höchst unterschiedliche inhaltliche Beiträge durch die Visualisierung einen „roten Faden“, eine „einheitliche Handschrift“ erhalten. Erfreulich ist darüber hinaus, dass der Nutzen von Visualisierung zunehmend auch Widerhall in der Presse-Berichterstattung findet, wie der nebenstehende Artikel aus der Deggendorfer Zeitung zeigt.

© Neue Passauer Presse GmbH, 2018 – Foto: Francois Baumgartner


Unterstützung eines Dialogprozesses durch Visualisierung –
ein Praxisbeispiel: Dorf im Gespräch

„Am Anfang der zweistündigen Diskussion steht ein großes weißes Blatt – am Ende ein kleines Kunstwerk. Es ist sozusagen die Blaupause für die künftige Entwicklung des Ortes Brempt. Der Visualisierer Christoph Illigens hat die Wünsche, Ideen und Kritikpunkte der Bürger in Slogans und Bilder gegossen und auf zwei Quadratmeter Papier zusammengefasst.
(Jochen Smets, Rheinische Post online, 4.5.2017)

Durch den Bürgermeister der niederrheinischen Gemeinde Niederkrüchten, Karlheinz Wassong, wurde ein von ihm nach seiner Wahl angekündigter, interessanter Dialogprozess mit den Bürgern angestoßen. Unter der Überschrift „Dorf im Gespräch“ fand in einem Zeitraum von zwölf Monaten für jeden der Niederkrüchtener Ortsteile eine örtliche Veranstaltung statt, bislang insgesamt acht.

Zu diesen waren sämtliche Bürger des Ortsteiles eingeladen, um sich mit den folgenden beiden Leitfragen auseinanderzusetzen: „Was macht unser Dorf aus?“ sowie „Was wollen wir bewahren?“ bzw. „Was wollen wir an unsere Enkel weitergeben?“ In den jeweils rd. zweistündigen Veranstaltungen entstand jeweils ein sehr intensiver Austausch über diese Fragen der Bürger untereinander sowie mit dem Bürgermeister als Leiter der Verwaltung Ihrer Gemeinde.

Alle acht Veranstaltungen wurden von mir mittels eines Graphic Recordings dokumentiert. Es entstand auf diese Weise ein anschauliches Gesamtbild der Themen, die die Bürger Niederkrüchtens – bezogen auf Gegenwart und Zukunft – am meisten beschäftigen. Die vielen Gemeinsamkeiten wurden deutlich, aber auch örtliche Unterschiede. Aufgezogen auf Hartschaumplatten wurden die Bilder anschließend beim Neujahrsempfang im Rathaus ausgestellt und somit als Ganzes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Als nächster Schritt steht nun eine Auswertung zwischen Visualisierer und Bürgermeister an (eine Zwischenbilanz wurde bereits im vergangenen Winter gezogen), um zu planen, wie mit den bisherigen Zwischenergebnissen weitergearbeitet werden kann. Denkbar sind beispielsweise eine Zukunftswerkstatt für die gesamte Gemeinde Niederkrüchten und seine Bürger oder ein vergleichbares Großgruppenformat. Die vorhandenen Wandbilder werden hierfür den gleichermaßen inhaltlich vergemeinschafteten Status Quo darstellen wie auch als Identifikationsfaktor fungieren.

Von Beginn an wurde dieses erfreuliche Beispiel eines Dialogprozesses mit einem hohen Maß an bürgerschaftlichen Beteiligung von der lokalen Presse begleitet und dokumentiert, wie Sie anhand des nachfolgenden Beispiels sehen können (weitere Berichte unter rp-online.de):

Bericht der Online-Ausgabe der Rheinischen Post zur Auftaktveranstaltung im April 2017

Die Berichte über die weiteren Veranstaltungen finden Sie hier.


Vor dem ersten Wort hast Du schon ein Bild abgegeben.

Hier werde ich regelmäßig meinen aktuellen Newsletter sowie weitere neue Beiträge zu allen Themen rund um den Einsatz von Visualisierung einstellen.


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